Anbindung in der Schweiz: ÖV-Güteklasse, Glasfaser und 5G für Ihre Adresse prüfen

Ob ein Zuhause im Alltag funktioniert, hängt davon ab, wie Sie unterwegs sind und wie Sie online kommen. Beides kommt bei einer Besichtigung selten zur Sprache. Diese Seite erklärt, wie sich die Anbindung einer Adresse beurteilen lässt – und wo Sie die Werte für eine bestimmte Adresse nachschlagen, statt sie zu schätzen.

Warum die Anbindung zählt

Arbeitsweg, Familienalltag und Homeoffice hängen an der Anbindung. Ein Weiler in einem Bündner Seitental kann wunderschön und trotzdem schlecht angebunden sein, während ein Stadtquartier meist Güteklasse A mit Glasfaser verbindet. Der suntag.ch-Bericht stellt dafür vier Ebenen zusammen: Reisezeit, ÖV-Güteklasse, Mobilfunk und Glasfaser.

ÖV-Güteklassen: A bis D

Das Bundesamt für Raumentwicklung teilt jeden Ort nach der Qualität seiner ÖV-Erschliessung in die Güteklassen A bis D ein, auf Basis der Fahrpläne der Schweizer Transportunternehmen:

Klasse Asehr dichtes Angebot in der Nähe, wie in Stadtzentren
Klasse B und Cdazwischen
Klasse DGrundangebot, zum Beispiel ein Bus pro Stunde

Eine Haltestelle allein sagt wenig. Als Richtwert für einen guten Zugang gilt eine Haltestelle innerhalb von 300 Metern, das sind etwa vier Minuten zu Fuss. Bei Güteklasse A oder B braucht man im Alltag oft kein Auto.

Reisezeit zu den sechs grossen Zentren

Die Reisezeitkarten zeigen für Auto und öffentlichen Verkehr die schnellste Verbindung zu den sechs grossen Zentren Basel, Bern, Genf, Lausanne, Lugano und Zürich. Das Farbband an Ihrem Punkt gilt für genau diesen Ort, nicht für den Durchschnitt der Region. Die Daten stammen aus dem Nationalen Personenverkehrsmodell des UVEK.

Mobilfunk: 4G und 5G

Die Mobilfunkkarten zeigen, wie viele Anbieter an Ihrem Punkt im Freien (Strassen, öffentliche Plätze) Empfang bieten:

Drei Anbieteralle grossen Netze erreichen Sie im Freien
Ein Anbieterwenig Auswahl beim Anbieter
In Gebäudenmeist schwächer, besonders in älteren Gebäuden und Bergtälern

Die Karten zeigen die Abdeckung im Freien. Testen Sie deshalb den Empfang bei der Besichtigung mit dem eigenen Handy.

Glasfaser und Kabel

Die Glasfaserkarte zeigt den Anteil der Gebäude, in denen Glasfaser verfügbar ist, das heisst, die Faser reicht mindestens bis zum Gebäude. Grundlage sind die Gebäudeeingangsdaten des Bundesamts für Statistik. Das Koax-Kabelnetz bietet gute Geschwindigkeiten, Glasfaser (1 Gbit/s und mehr) ist aber der langfristige Standard. Achten Sie auf «verfügbar» auf Gebäudeebene und lassen Sie den bestehenden Anschluss bestätigen.

Worauf Sie bei der Besichtigung achten sollten

  1. Testen Sie den Arbeitsweg zu Ihren eigenen Zeiten, zum Beispiel mit dem SBB-Fahrplan.
  2. Prüfen Sie die ÖV-Güteklasse und wie weit die nächste Haltestelle wirklich ist.
  3. Testen Sie den Mobilfunkempfang in den Wohnräumen mit Ihrem eigenen Handy.
  4. Fragen Sie nach dem bestehenden Internetanschluss und lassen Sie bestätigen, ob Glasfaser im Gebäude liegt.
  5. Planen Sie bei Homeoffice einen Test der Verbindung zu den Zeiten ein, zu denen Sie arbeiten.

Die Anbindung für Ihre eigene Adresse nachschlagen

Der suntag.ch-Bericht zeigt für jede Adresse in der Schweiz und in Liechtenstein die Reisezeit mit Auto und ÖV zu den sechs grossen Zentren, die ÖV-Haltestellen und Güteklassen, die 4G- und 5G-Abdeckung sowie die Verfügbarkeit von Glasfaser und Kabel. Dazu die Besonnung Tag für Tag übers ganze Jahr, Strassen-, Bahn- und Fluglärm, Mobilfunkantennen, Radio- und Fernsehsender, Hochspannungsanlagen, Solarpotenzial, Bauzonen sowie Naturgefahren – als 31-seitiger PDF-Bericht mit 11 Grafiken, 30 Karten und 3 Tabellen ab CHF 15.

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Häufige Fragen zur Anbindung

Was bedeuten die ÖV-Güteklassen A bis D?

Sie beschreiben die Qualität der ÖV-Erschliessung eines Ortes: A bedeutet ein sehr dichtes Angebot in der Nähe, wie in Stadtzentren, D ein Grundangebot, zum Beispiel einen Bus pro Stunde. Bei A oder B braucht man im Alltag oft kein Auto.

Wie weit sollte die nächste Haltestelle entfernt sein?

Als Richtwert für einen guten Zugang gilt eine Haltestelle innerhalb von 300 Metern, etwa vier Minuten zu Fuss. Ob sie auch oft bedient wird, zeigt die Güteklasse.

Zu welchen Orten zeigt der Bericht die Reisezeit?

Zu den sechs grossen Zentren Basel, Bern, Genf, Lausanne, Lugano und Zürich, je mit Auto und öffentlichem Verkehr, auf der schnellsten Verbindung ab dem Verkehrsgebiet Ihrer Adresse.

Was sagt die 5G-Karte aus?

Sie zeigt, wie viele Anbieter an Ihrem Punkt im Freien 5G anbieten. Drei Anbieter bedeuten, dass alle grossen Netze Sie im Freien erreichen; bei einem Anbieter haben Sie wenig Auswahl. In Gebäuden ist der Empfang meist schwächer.

Wie erkenne ich, ob Glasfaser verfügbar ist?

Die Glasfaserkarte zeigt den Anteil der Gebäude, in denen die Faser mindestens bis zum Gebäude reicht. Achten Sie auf «verfügbar» auf Gebäudeebene und lassen Sie den bestehenden Anschluss bestätigen.

Siehe auch: Immobilien-Checkliste für die Schweiz →

Siehe auch: Besonnung und Sonnenstunden in der Schweiz →

Quellen und Methodik: ÖV-Güteklassen: Bundesamt für Raumentwicklung (ARE), auf Basis der Fahrpläne der Schweizer Transportunternehmen. Reisezeiten: Nationales Personenverkehrsmodell (UVEK), swisstopo. Mobilfunk und Glasfaser: Bundesamt für Kommunikation (BAKOM), Gebäudeeingangsdaten des Bundesamts für Statistik, swisstopo. Die Karten sind modellbasiert und ersetzen keine Auskunft des Anbieters. Weitere Informationen: are.admin.ch, bakom.admin.ch, bav.admin.ch, sbb.ch, map.geo.admin.ch.